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So sprichst du mit Copilot

Prompting ist die wichtigste Fähigkeit im Umgang mit Copilot. Ein guter Prompt ist wie eine gute Arbeitsanweisung an einen Kollegen – je klarer und präziser, desto besser das Ergebnis.

Die GCSE-Formel

Merke dir diese vier Buchstaben für bessere Ergebnisse:

BuchstabeBedeutungFrage
GGoal (Ziel)Was soll herauskommen?
CContext (Kontext)Welche Hintergründe sind wichtig?
SSource (Quelle)Welche Infos/Dateien soll Copilot nutzen?
EExpectations (Erwartung)Wie soll das Ergebnis aussehen?

Du musst nicht immer alle vier Teile nutzen – aber je mehr du angibst, desto besser wird das Ergebnis.

Praktische Beispiele für Schumm & Rösch

Beispiel 1: Kunden-E-Mail

Schlecht:

„Schreib E-Mail”

Gut:

[G] Schreibe eine professionelle E-Mail an einen Neukunden. [C] Wir bieten Bürodesign-Konzepte für Startups an. [S] Nutze die Info aus der Datei „Leistungsspektrum.docx”. [E] Ton: freundlich-professionell, max. 150 Wörter, mit Call-to-Action für Erstgespräch.

Beispiel 2: Meeting-Protokoll

Schlecht:

„Fass Meeting zusammen”

Gut:

[G] Erstelle ein strukturiertes Protokoll des Projektmeetings. [C] Kick-off für Büroplanung bei cimt ag. [S] Nutze den Teams-Chat vom 14.03.2026. [E] Format: Teilnehmer, Beschlüsse, offene To-Dos mit Verantwortlichen, nächste Schritte.

Beispiel 3: Angebotsentwurf

Schlecht:

„Mach ein Angebot”

Gut:

[G] Erstelle einen Angebotsentwurf für eine Büroumgestaltung. [C] Kunde: mittelständisches IT-Unternehmen, 50 Mitarbeiter, Open-Space-Konzept gewünscht. [S] Nutze unsere Angebotsvorlage und die aktuelle Preisliste. [E] Professioneller Ton, strukturiert mit Leistungsübersicht, Zeitplan und Budgetrahmen. Max. 2 Seiten.

Do’s & Don’ts

Das solltest du MACHEN

  • Spezifisch sein – „Erstelle 3 Alternativen” statt „Mach was”
  • Ton/Stil angeben – „Professionell aber zugänglich” oder „Formell für Geschäftspartner”
  • Im Dialog bleiben – „Jetzt kürze das auf 100 Wörter” oder „Mach den zweiten Absatz konkreter”
  • Beispiele geben – „Wie in unserem letzten Angebot für Riese & Müller”
  • Rollen zuweisen – „Du bist ein erfahrener Bürodesigner, der…” hilft Copilot, den richtigen Kontext zu finden

Das solltest du VERMEIDEN

  • Vage Fragen – „Was meinst du?” gibt Copilot nichts zu arbeiten
  • Themenwechsel ohne Ankündigung – Copilot verliert den Faden
  • Zu viele Infos auf einmal – Lieber Schritt für Schritt
  • Umgangssprache/Abkürzungen – Klare Sprache = klare Ergebnisse
  • Blind vertrauen – Immer gegenlesen! Copilot kann Fakten falsch wiedergeben

Iteratives Arbeiten

Das Geheimnis guter Copilot-Nutzung: Nicht beim ersten Ergebnis aufhören!

So gehst du vor:

  1. Erste Version anfordern – Beschreibe, was du brauchst
  2. Feedback geben – „Mach es formeller” / „Füge mehr Details hinzu” / „Der dritte Punkt passt nicht”
  3. Verfeinern – Wiederhole, bis du zufrieden bist

Nützliche Nachfass-Prompts:

  • „Kürze das auf die Hälfte”
  • „Mach den Ton freundlicher”
  • „Erstelle eine Aufzählung statt Fließtext”
  • „Füge am Ende einen Call-to-Action hinzu”
  • „Übersetze das ins Englische”
  • „Formuliere das für einen Kunden um, der technisch nicht versiert ist”

Prompt-Vorlagen zum Kopieren

Hier ein paar Vorlagen, die du direkt nutzen kannst:

E-Mail beantworten

Formuliere eine professionelle Antwort auf diese E-Mail. Ton: freundlich und verbindlich. Bestätige den genannten Termin und frage nach, ob es Vorbereitungen braucht.

Dokument zusammenfassen

Fasse dieses Dokument in 5 Bullet Points zusammen. Fokussiere auf Entscheidungen und nächste Schritte. Schreibe für jemanden, der nicht beim Meeting dabei war.

Präsentation erstellen

Erstelle eine Präsentation mit 8 Folien basierend auf diesem Word-Dokument. Stil: modern und aufgeräumt. Erste Folie = Titel, letzte Folie = nächste Schritte. Nutze kurze Bullet Points, keine Textwände.


Im nächsten Kapitel erklären wir, warum Copilot manchmal „vergisst” und wie du damit umgehst.

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